Die Rückkehr von Urash'jel
Die Rückkehr von Urash'jel
Der schmächtige, selbst für Elfen-Verhältnisse hochgewachsene Frehtriel konnte sich seiner Neugier - die ihn bereits in so manches Abenteuer geleitet hat - nicht entziehen und folgte weiter dem seltsamen Geräusch. "Was mag das wohl sein?", fragte er sich genau in jenem Moment, als die merkwürdigen Klänge für kurze Zeit verstummten und ein Schatten in weiter Ferne in einer Seitengasse verschwand.
Frehtriel hielt einen Moment inne, schluckte tief und näherte sich kontinuierlich dem penetranten Geräusch, dessen örtliche Herkunft er langsam einzuschätzen vermochte. Der gelernte Magier konnte deutlich ein hämisches Kichern ausmachen, welches einen beängstigenden, kalten Schauer über seinem Rücken zu verursachen mochte.
Der Elf bemerkte eine von dieser ominösen Quelle ausgehende, überwältigende Energie, begleitet von einem diabolischen Lachen - eine unheilvolle Energie, dessen Aura er nicht zum ersten Mal zu spüren bekam: Die drei Teile von Urash'jel, die Vermächtnisklinge des Teretron wurden gefunden und das Schwert scheint kurz vor seiner Vollendung zu stehen. Unverzüglich griff Frehtriel nach seiner gläsernen Kugel, um Verbindung zum Mahradem-Rat, das Bündnis der einflussreichsten Magier, aufzunehmen: "Urash'jel wird soeben neu geschmiedet, was um jeden Preis verhindert werden muss, denn in den falschen Händen wäre das der Untergang aller! Ich erwarte Euch b...", waren die letzten Worte, die seinen Mund veliessen, ehe ihm nach einem feigen Angriff aus dem Hinterhalt schwarz vor Augen ward.
"Auch Ihr könnt mich auf meinem Weg zur absoluten Macht nicht aufhalten, närrischer Elf!“, erklang eine wohl bekannte, boshafte Stimme aus dem Dunkeln, als der Elf langsam wieder zu sich kam. "Zabraskis, Ihr... elender Schuft! Wie auch immer... es Euch ... gelungen sein mag..., Euch ... aus Eurer Verbannung ... zu befreien … und … die drei Teile … ausfindig … zu machen ..., Ihr werdet … damit ... nicht durchkommen!", stöhnte der noch immer niedergeschlagene Magier, worauf sich der hinterhältige Dämon schweigend wieder ans Schmieden von Urash’jel machte.
(einige Zeit später…)
Zabraskis hatte die Einzelstücke so weit präpariert, dass er diese nur noch mit dem dämonischen Spruch vereinen musste, um seinen teuflischen Plan zu vollenden und mit Urash’jel in seinen Händen grenzenlose Macht zu erlangen.
"Morak'shen zerum ba onak'ral tes-ras,
marash-ere tar, zer'ekran es Okrum, omus'el,
managal kam zerus zark ral numas fras,
aram'zul tar mazark, rush em min, Urash'j..."
Eine Silbe vor der drohenden Katastrophe geschah, was zu hoffen Frehtriel bereits aufgegeben hatte: Die Ältesten des Mahradem-Rates, die Ihren Lehrling dank der kurzen Konversation erfolgreich ausfindig machen konnten, verteilten sich dank einem Schutzzauber unbemerkt auf den umliegenden Dächern, um Ihren mächtigsten Zauber zu sprechen, der Zabraskis ein für alle Mal zu vernichten vermochte – ein greller Blitz, der den ganzen Kontinenten erhellte, donnerte gezielt auf den Dämon nieder und liess nur ein Häufchen Asche zurück.
Während Frehtriel wieder zu Kräften kam, wurde je ein Einzelteil von Urash’jel den drei weisesten Magiern anvertraut, mit dem Auftrag, diese unabhängig voneinander an einem sicheren Versteck zu verwahren und die Kenntnis über den geheimen Aufenthaltsort mit ins Grab zu nehmen.
- Enterias
*Die Namen sind alle frei erfunden. Sollten aber doch gewisse Namen bereits existieren und ich die unwissend kopiert habe, so kann ich das im Nachhinein auch noch editieren.
(Je nachem, wie ein Satz interpretiert wird, kommt man auf mehr als 15 Sätze. Wenn's nicht akzeptiert wird: schade. Die Geschichte zu schreiben hat jedenfalls Spass gemacht.)